Termine

13./14.01.2012
SIFE-Trainigswochenende von KPMG
 
Do., 26.01.2012
Treffen mit Business Advisory Board
 
Fr., 27.04.2012
Students meet Enterprises
@Baykomm, Bayer, Leverkusen
 



My SIFE Story...
Ein SIFE Wuppertal Alumnus erzählt...
Dienstag, den 10. Januar 2012 | von Florian Siegmund

Als Mitglieder der weltweit tätigen Studierendenorganisation „SIFE – Students in Free Enterprise“ bearbeiten Studierende gemeinnützige Projekte in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales. Die Studierenden arbeiten ehrenamtlich und verfolgen das Ziel, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Alexander Pauw, Absolvent der Bergischen Universität und ehemaliges Mitglied von SIFE Wuppertal, erzählt von seinen Erfahrungen.

 

Alexander, du hast Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal studiert. Wie bist du auf SIFE aufmerksam geworden?

Dipl.Ök. Alexander Pauw, Alumnus SIFE WuppertalAlexander Pauw Im Sommersemester 2010 habe ich am Lehrstuhl für Unternehmensgründung ein Seminar bei Christiane Blank belegt. Ich schrieb eine Hausarbeit über das Thema „Kooperation unter Konkurrenz“. Während der Literaturrecherche bin ich auf das Konzept des sozialen Marktplatzes gestoßen, das Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen eine Möglichkeit schafft, Dienstleistungen auszutauschen und Kooperationen abzuschließen – Geld ist dabei tabu. Ich war sofort von der Idee begeistert und habe Frau Blank davon in einem Gespräch erzählt.
In diesem Zusammenhang hat sie mir - in Ihrer Rolle als Schnittstelle zwischen Universität und SIFE – als sog. „University Advisor“ - von SIFE und den damit verbundenen Möglichkeiten, ein eigenes Projekt durchzuführen, erzählt. Anfang September habe ich eine Informationsveranstaltung von SIFE Wuppertal besucht und hatte dort Gelegenheit, das Konzept des Marktplatzes vorstellen.
 

Woran hast du bei SIFE gearbeitet? Was waren deine Aufgaben?

Nachdem ich das Marktplatz-Projekt vorgestellt hatte, haben direkt ein paar gestandene SIFEies ihr Interesse bekundet. So ist es dazu gekommen, dass ich sofort als Projektleiter eines fünfköpfigen Teams bei SIFE angefangen habe. Die Möglichkeit, von Anfang an sein eigenes Projekt voranzutreiben und dabei auf die Unterstützung des SIFE-Teams und des University Advisors zurückgreifen zu können, hat für mich den Ausschlag gegeben, bei SIFE mitzumachen.

Das Projekt „Marktplatz“ ist nun bereits abgeschlossen. Wie habt ihr den „sozialen Marktplatz“ in den vergangenen acht Monaten dann tatsächlich umgesetzt?

Logo MarktplatzZunächst standen wir vor der Aufgabe, Kooperationspartner zu finden, die uns bei der Veranstaltung des Marktplatzes unterstützen. Dafür war das Netzwerk von SIFE Wuppertal aus (über-)regionalen Unternehmenskontakten, SIFE-Alumni und Kontakten aus vorherigen SIFE-Projekten ideal. Schnell war der Kontakt zu den richtigen Personen hergestellt und wir konnten mit der Planung für den Marktplatz beginnen. Dabei konnte ich mit meinem Team in viele verschiedene Aufgaben hineinschnuppern. Wir haben z.B. Workshops für Organisationen zur Vorbereitung auf den Marktplatz veranstaltet, haben Öffentlichkeitsarbeit gemacht, um den Marktplatz in den lokalen Medien unterzubringen, und haben unter anderem den Wuppertaler Bürgermeister getroffen, den wir als Schirmherrn für unser Projekt gewinnen konnten. Daneben mussten wir natürlich auch Unternehmen für die Teilnahme am Marktplatz begeistern. Dies wurde größtenteils über Kaltakquise gemacht. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit können wir quasi eins zu eins ins Berufsleben mitnehmen.

Bei so viel organisatorischer Arbeit neben dem Studium entsteht sicher auch einmal etwas Stress und Unmut. Wie war die Arbeit im Team und für dich persönlich?

Die Arbeit im Team war toll. Die Stimmung im ganzen SIFE-Team ist wirklich hervorragend. Als Projektleiter konnte ich viel über Personalführung und Motivation lernen. Ich empfand es als schwierig, Kompetenzen und Verantwortung am eigenen Projekt abzugeben und auf andere zu delegieren. Das musste ich erst mal lernen.

Ging die Arbeit einfach von der Hand oder wart ihr auch mit Problemen konfrontiert? Wie habt ihr diese im Team gelöst?

Alexander Pauw (l.) und Antonio Zec (r.) übergeben das Projekt "Marktplatz" offiziell an Angelika Leipnitz und Dr. Hans Dieter Miß (EFI)Alexander Pauw (l.) und Antonio Zec (r.) übergeben das Projekt "Marktplatz" offiziell an Angelika Leipnitz und Dr. Hans Dieter Miß (EFI)Das größte Problem beim Marktplatz war, dass wir mit einem Nullbudget gearbeitet haben. Vergleichbare Marktplätze haben in anderen Städten meist mehr als 10.000 € gekostet. Wir konnten durch kreative Lösungen die Kosten bei unter 50 € halten. Wir benötigten z.B. ein großes Banner für den Eingangsbereich des Marktplatzes. Wir hatten allerdings kein Geld, dieses professionell anfertigen zu lassen. Also haben wir mit dem Kindergarten Rasselbande gesprochen, die an unserem Marktplatz als Aussteller teilgenommen haben und dadurch haben wir ein wunderschönes Banner bekommen, das die Kinder mit viel Liebe selbst gebastelt hatten. Ein weiterer großer Kostentreiber, sind z.B. die Druckerzeugnisse wie Flyer, Verträge, Handouts. Dafür konnten wir einen Copyshop gewinnen, der uns die Drucke kostenlos überlassen hat und im Gegenzug sein Logo auf allen Drucken platzieren durfte. Außerdem durften wir den Marktplatz kostenlos in der Hauptgeschäftsstelle der Wuppertaler Stadtsparkasse entrichten. Das war eine große Hilfe.  

Was hast du bei SIFE besonders gelernt?

Ich habe unter anderem gelernt, dass man sich zu Beginn eines Projektes nicht abschrecken lassen soll. Wenn man eine gute Idee hat, stößt man auf viele offene Türen und Ohren und kann so Unterstützer gewinnen. SIFE ist eine tolle Organisation, die Studenten eine wunderbare Möglichkeit bietet, sich selbst zu entwickeln. Es ist aber wie überall im Leben: Man muss sich darüber im Klaren sein, dass SIFE mehr als eine Freizeitbeschäftigung ist. Wer bereit ist anzupacken, hat bei SIFE alle Möglichkeiten.

Was hat dich an SIFE beeindruckt? Würdest du SIFE weiterempfehlen?


Auf jeden Fall! Neben den tollen SIFE-Veranstaltungen, bei denen man als Student die Möglichkeit hat, mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt zu kommen, war für mich vor allem die Perspektive ausschlaggebend, neben dem doch sehr theoretischen Studium auch was Praktisches machen zu können.
Beeindruckt hat mich die tolle Stimmung auf den SIFE-Veranstaltungen. Man steht ja eigentlich in direktem Konkurrenzkampf mit den anderen SIFE-Teams aus Deutschland, dennoch ist bei den Treffen mit den anderen Teams eher der gemeinsame SIFE-Spirit die treibende Kraft und nicht der Konkurrenzkampf.

Was arbeitest du jetzt und inwiefern hat dir die Arbeit bei SIFE dabei geholfen?

Durch SIFE habe ich mich sowohl in selbstständiger Arbeit üben können, als auch in Unternehmensluft schnuppern dürfen. Für mich ist beides eine sehr reizvolle Aufgabe und ich kann mir beides sehr gut vorstellen. Festlegen möchte ich mich aber noch nicht.

 

 

Das Interview führte Florian Siegmund, Teamleiter SIFE Wuppertal


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